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It's not as if I went away or something. I just... disappeared, you know?

Betrachte deine Tattoos und ich weiß, Zeit zerreißt und reißt Schädel und schlägt eine Kluft, unüberwindbar. Es sind Blicke anhand derer man sich durch das Dickicht schwingt wie an Lianen.

Es sind nur Nuancen in Gesichtszügen die meine Knochen in Vergangenheit tränken.

Diese Züge eröffnen einen Kosmos, Odyssee im Weltraum.

Ich frag mich ob wir jetzt Fremde sind. Ich denk an deine Tattoos und meine Narben.

Und die Nacht ist kalt und klar und ein Schlagring mit dem Geruch von Zuckerwatte. Und auf einmal kenne ich die Antwort.

26.7.09 01:49


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Ein kleiner Schritt

Einst: Fick mich.

Heute: Fick dich.

Ein einziger Buchstabe der die Welt verändert.

22.7.09 18:15


Nein, nichts.

In der Kiste im Schrank finde ich alte Kondome, haltbar bis 2012. Bitte lieber Gott, lass mich bis dahin zum Schuss kommen. Hab ich nicht genug gelitten?

Gott lacht. Rhetorische Fragen, mein Lieber. Wie sie abprallen an seiner Rüstung aus Contenance.

Heute seh ich dich wieder. Du guckst mich an als wäre ein Flugzeug abgestürzt und ich hätte die Leichen geschändet, im Wasser dümpelnd. Ich lächle denn ich finde dich lächer-lich.

Und ich denke ich hätte dir die Zähne ausschlagen sollen, dann würdest du deinen neuen Spast sicher noch schlechter blasen als du's eh schon tust.

Mein gutes Gewissen sagt mir, nein, so was darf man nicht denken, es hält ein Stoppschild hoch und schaut streng, wie Bullen wenn man betrunken fährt.

Mein Gewissen ist mir egal. Ich seh gut aus in Schmerzen.

Denk nicht dass ich an dich denke denn das woran ich denke ist woran ich denken wollte wenn ich an dich dachte, und das bist definitiv nicht du.

Die Sonne scheint so hell und ich geh in den Park. Paare töten und Waffen an Freaks verteilen.

Ich trinke, es ist vier Uhr sonst was. Ich sehe deinen dummen Arsch und es ist mir egal geworden. Ich fang nicht mal mehr an zu zittern und mich zu verkrümmen.

Wo ist dein Pulver, Gott?

Ist das alles was du drauf hast?

Ich gehe in Deckung, weil man solche Fragen nie stellen sollte.

Ich bin angetrunken und denke an Ficken und sonst nichts.

Nichts nichts nichts.

16.7.09 17:14


Neue Kleider

Ich denk an Orte in der Finsternis wo wir ficken, weil wir keinen Platz sonst haben. Als wären wir schiffsbrüchig im Leben. Hier geht es nicht um Liebe, es geht darum einen anderen Menschen verrecken zu fühlen. Ich liebe es.

I ignore it.

Ich denk an Worte, verbrannt auf meiner Zunge, Antrax in deinem Herz. Worte die mich mit Benzin übergießen und geh in Flammen auf. Ich brenne für dich. Wundervoll einen Menschen zum Leiden zu bringen. Ich liebe es.

I ignore it.

Ich denk an die Grenzen die man einreißt. Ich denk an Finger und Haut dazwischen und wie wir uns Zeichen einritzen. Ich denk an Einhörner, verschlungen von Wüstenfüchsen. Ich denke daran dass es nie um Liebe ging.

Des Kaisers neue Kleider, erhaben im Sonnenlicht: perfekt geschnittener Schmerz.

I ignore it. Always.

15.7.09 20:24


Neue Helden

Nachts bevor ich schlafen geh lass ich das Fenster offen und hör dem Herz der Stadt beim Schlagen zu. Die ungezählten Gassen mit den ungezählten geschändeten Frauen und die vertikal gestapelten Wohnwaben, wo die unzähligen Herzen brechen, alle im Takt des Herzschlags dieser Mutter die Krallen hat. Alle Menschen verkapselt in sich selbst, Schneckenbunker in Schneckenhäusern. Münder die nicht mehr reden, die verkleben wie in der Matrix. Die neuen Helden tragen Schlagringe und schießen um sich. In einer Welt die nichts als Extreme kennt. Ich denk an all die ordinären Herzen, auf winzigem Raum verstaut im Sklavenschiff U-Bahn, wie Scheiße die man auf 80 kmh beschleunigt. Die Hurenskelette die den Sinn nach tanzen verloren haben, obwohl überall Stangen vorhanden sind. Dominas müde vom Schlagen, obwohl überall Ketten sind um uns. Denk daran wie Gott eine Wagenladung Sperma in unsere nimmervollen Hälse gießt. Bis der letzte Funke auf unserer Haut erlischt. Eine Lautlosigkeit die uns im Innersten erschüttert. Uns den Sinn für Knochen zurückgibt.

Und ich schließe das Fenster und leg mich schlafen im Schneckenbunker im Schneckenhaus.

15.7.09 00:54


Herznote

Die Sonne geht nicht mehr unter. Scheint ununterbrochen auf diese wenigen Quadratmeter. Ich öffne das erste Bier um halb sieben.

Irgendwann verlier ich die Kontrolle und fang an zu beten und das einzige worum ich bitte sind Tränen.

Lass Tränen kommen, Gott. Nur ein paar. Diese brennenden Dornenbüsche um die wir in gebückter Haltung tanzen.

Aber die Tränen kommen nicht und ich glaube nicht, dass sie jemals kommen. Ich denke an DICH und dann denke ich an DICH und ich frag mich, wie oft ein Herz brechen kann.

Und frag mich zwischendurch, wie es geht, einen Menschen einfach so zu tilgen. Wie einen gemeinsamen Nenner.

Und ich wichse und ich spür, dass in mir kein Verlangen ist. Durchsichtig und kalorienarm tropfe ich hinfort. Ein Schemen am Horizont auf einem Fahrrad mit zwei platten Reifen.

Und ich denke an den Geruch von Frauen und wie er mir die Arterien verklebt und ich wünschte ich könnte all diese Gerüche nehmen und in Flaschen abfüllen und mit einer Doppelläufigen die Flaschen zum Platzen bringen.

Die reanimierte Leiche. Mit Wunden aus dem Jahre des Herrn. Klappmesser Weiblichkeit, das ich wie aus Versehen in meinen Gedärmen entfalte.

So war das nie geplant.

Dann seh ich mich um und frage mich ob sie glücklich sind die Menschen, und ehrlich gesagt ist es mir ziemlich egal.

Ich verliere die Kontrolle. Zeichne Tränen mit Klappmesser. Duftnote extrem weiblich.

8.7.09 18:43


Ssizran

Ich bin einen Meter dreiundachtzig. Ich kann meine Postleitzahl auswendig, aber weiß nicht wann meine Mutter Geburtstag hat. Im Regal stehen Bücher die ich vor Jahren gelesen habe, die Rücken sind verknickt, weil ich ein nervöser Typ bin. Auf meinem iPod sind Lieder von Christina Aguilera und Rob Zombie. Ich trage eine Brille mit dahinter Augen, die an einer dämlichen Stelle einknicken, was die ganze Sache versaut, denn ich hätte sehr gerne so wundervolle runde Augen wie Cecile de France. Trage einen wie Schmetterlinge geformten Rippenkäfig unter blasser Haut. Wiege mich zu oft. Ich hab Narben an beiden Unterarmen. Meine Gesichtshaut ist irgendwie scheiße und abgenutzt, als hätte ich statt Nivea täglich Stacheldraht zum Eincremen benutzt. Ich glaube es gab mal einen großen Krieg und Gott tötete alle Chronisten. Und von da an war es, als wäre es nie passiert. Meine Huftknochen ragen raus wie Speerspitzen aus Eisschollen. Manchmal überleg ich ob ich magersüchtig bin und die Wahrheit ist, ich glaube nicht, aber wer kann so was schon sagen, wer kann überhaupt irgendwas sagen.

 

Und ich hab diese blaue Couch. Blau wie das weite weite Meer oder die Augen deutscher Mädchen und wie die Lieder sagen. Ich habe wie jedes menschl. Wesen eine Exfreundin und auch sie war Gast auf dieser Couch. Ich weiß noch genau wie sie da lag und geheult hat und Augen voller Angst.

Große schöne runde Augen. Augen wie von Cecile de France

 

2.7.09 23:54


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