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Herznote

Die Sonne geht nicht mehr unter. Scheint ununterbrochen auf diese wenigen Quadratmeter. Ich öffne das erste Bier um halb sieben.

Irgendwann verlier ich die Kontrolle und fang an zu beten und das einzige worum ich bitte sind Tränen.

Lass Tränen kommen, Gott. Nur ein paar. Diese brennenden Dornenbüsche um die wir in gebückter Haltung tanzen.

Aber die Tränen kommen nicht und ich glaube nicht, dass sie jemals kommen. Ich denke an DICH und dann denke ich an DICH und ich frag mich, wie oft ein Herz brechen kann.

Und frag mich zwischendurch, wie es geht, einen Menschen einfach so zu tilgen. Wie einen gemeinsamen Nenner.

Und ich wichse und ich spür, dass in mir kein Verlangen ist. Durchsichtig und kalorienarm tropfe ich hinfort. Ein Schemen am Horizont auf einem Fahrrad mit zwei platten Reifen.

Und ich denke an den Geruch von Frauen und wie er mir die Arterien verklebt und ich wünschte ich könnte all diese Gerüche nehmen und in Flaschen abfüllen und mit einer Doppelläufigen die Flaschen zum Platzen bringen.

Die reanimierte Leiche. Mit Wunden aus dem Jahre des Herrn. Klappmesser Weiblichkeit, das ich wie aus Versehen in meinen Gedärmen entfalte.

So war das nie geplant.

Dann seh ich mich um und frage mich ob sie glücklich sind die Menschen, und ehrlich gesagt ist es mir ziemlich egal.

Ich verliere die Kontrolle. Zeichne Tränen mit Klappmesser. Duftnote extrem weiblich.

8.7.09 18:43
 


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